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  • Dagmar Kohlmann

Händeschütteln abgeschafft!


Für einige eine Erleichterung – nämlich für all diejenigen, die schon lange keine Lust mehr auf schwitzige Finger haben oder keinen lauwarmen Leberkäs schütteln wollen.




Auch lediglich die Fingerspitzen gedrückt zu bekommen, ohne dass sich die Handflächen berühren, hinterlässt ein komisches Gefühl. Während sich ein rücksichtsloser Händequetscher eher lächerlich macht und mitnichten die gewünschte Kompetenz ausstrahlt.

Im Mittelalter wurde die gegnerische Hand deshalb geschüttelt, damit die verborgene Waffe aus dem Ärmel fallen konnte – der Ursprung des Händeschüttelns. Heute sendet das Hände-geben andere Signale, z.B. den Dominanzanspruch. Wenn eine Hand so gedreht wird, dass der Rücken oben liegt, gibt sie Auskunft darüber wer die Oberhand hat. Wenn ich die ausgestreckte Hand mitsamt Arm meines Gesprächspartners (während des Handgebens) an seinen Körper schiebe – und er lässt es unbewusst geschehen – rücke ich ihm auf den Pelz und dringe in seine Intimzone ein und habe ihn bereits am Haken.


All das beeinflusst bereits an dieser Stelle das weitere Miteinander.


Aber das ist ja im Augenblick kein Thema. Aber evtl. „danach“. (Corona)


Ja, was nun – die Sprache des Händedrucks fällt durch Corona weg, das gesprochene Wort wird undeutlich, die Mimik verschwindet hinter der Maske – was bleibt uns jetzt noch an Signalen, welche uns mit aussagefähigen Informationen versorgen? Außer dem Blickkontakt, der Körperhaltung und der Stimm-Melodie kann die oft geschmähte Intuition aus der Versenkung treten. Sie ist zuverlässig, immer vorhanden und liefert Mitteilungen frei Haus (auch wenn wir diese bislang nicht immer verstehen oder gar nicht wahrnehmen).


Zum Schluss und der Ordnung halber hier die Erklärung, was ein guter Händedruck bewirken kann:


  • Ein Händegeben schafft innerhalb von Sekunden Vertrauen, da die Distanzbarriere überwunden wird.

  • Ein leichter Druck verbunden mit dem Blick in die Augen des Gesprächspartners signalisiert Souveränität und Aufmerksamkeit.

  • Der physische Kontakt beider Handflächen + das Umschließen der Finger legen den Grundstein für die künftige Beziehung im positiven Sinne.

Ein kleiner Corona Lichtblick: Als Alternative zum Ellenbogen-Anstoß ist die Berührung der beiden sich entgegenstreckenden Fäuste eine Mini Möglichkeit des körperlichen Kontaktes und tut gut!



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